Grußwort Prof. Jan Ickert


  

Sehr geehrte Konzertbesucher,
 

zur neuen Saison 2019/20 mit fünf Konzerten in der St. Michaelis-Kirche in Klein-Karben heiße ich Sie herzlich willkommen. Dies ist eine besondere Saison, denn die Konzertreihe feiert 2020 ihr 30-jähriges Bestehen. Ich freue mich, dass ich Ihnen in meiner zweiten Saison als künstlerischer Leiter dieser ganz besonderen Konzertreihe wieder ein interessantes und abwechslungsreiches Programm präsentieren kann.

An den fünf Abenden werden sich hochkarätige und preisgekrönte Künstler vorstellen.

Im ersten Konzert am 9.11. setzen wir die schon lange existierende Verbindung zur Musikhochschule Frankfurt fort. Ein Ensemble aus acht Cellisten meiner eigenen Frankfurter Cello-Klasse wird Ihnen die ganze Bandbreite des Cellos in einem moderierten Jugendkonzert darbieten. Das Konzert mit dem Titel: „Eine musikalische Zeitreise durch 4 Jahrhunderte: Musik für 1-8 Violoncelli“ ist sicherlich etwas für Zuhörer jeden Alters!

Das zweite Konzert am 7.12. bei Kerzenschein wird bestritten durch das Ferdinand-Quartett.
Alle Musiker dieses Ensembles sind oder waren Mitglieder des Orchesters der Oper Frankfurt und des Mannheimer Nationaltheaters und haben jahrzehntelange Erfahrung mit der am historischen Vorbild orientierten Aufführungspraxis. Das 2016 gegründete Ensemble widmet sich mit großem Elan der klassischen Kammermusikliteratur in der Besetzung des Flötenquartettes, namentlich den Kompositionen von J. Haydn, W. A. Mozart und Ferdinand Ries, einem Zeitgenossen Mozarts.

Freuen Sie sich auf diese besondere Besetzung in der schönen adventlichen Atmosphäre bei Kerzenschein.

 
Im neuen Jahr 2020 geht es dann am 22.2. mit dem dritten Konzert weiter.

Sie werden hier ein sehr vielversprechendes junges Ensemble in der klassischen Bläserquintettbesetzung hören:

Das Confluentes-Ensemble, bestehend aus 5 Musikern aus Spanien und Italien, entstand 2014, um sich dem umfangreichen Repertoire für Holzbläserquintett zu widmen. Der Name Confluentes-Ensemble wurde in Anlehnung an den Zusammenfluss von Rhein und Mosel bei Koblenz geboren, wo sich die Musiker kennenlernten und ihre Proben abhalten. Zurzeit sind die Mitglieder des Confluentes Ensembles in verschiedenen Orchestern Europas angestellt: BBC Scottish Symphony Orchestra, Orquesta Sinfónica del Principado de Asturias, Staatsorchester Rheinische Philharmonie und Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus.

Beim vierten Konzert am 21.3. gibt es einen echten Höhepunkt auf drei Instrumenten des berühmten Geigenbauers Antonio Stradivari zum 30-jährigen Jubiläum der Konzertreihe: 

Das in Zürich beheimatete Trio Oreade erweckt mit seinem spannungsreichen und fantasievollen Spiel die Meisterwerke der Wiener Klassik ebenso zum Leben wie die virtuose Musik der frühen Moderne und der Neuzeit. Das Ensemble ist mehrfach bei internationalen Wettbewerben ausgezeichnet worden. Das musikalische Schaffen der drei Musikerinnen ist breit gefächert. Neben ihrem künstlerischen Schwerpunkt im Trio Oreade sind sie Mitglieder in renommierten Orchestern und widmen ihre Zeit neben der Kammermusik auch dem Unterrichten, u.a. bei Kammermusik- und Meisterkursen. Seit Herbst 2017 spielt das Trio auf Instrumenten von Antonio Stradivari, großzügige Leihgaben der Stradivari-Stiftung Habisreutinger.

In der Pause des Konzertes sind Sie herzlich eingeladen auf das 30-jährige Bestehen mit den Künstlern anzustoßen!

Im letzten Konzert am 25.4. ist nach genau 10 Jahren wieder das Trio Neuklang zu Gast in der Klein-Karbener Kirche.

Es wurde 1998 gegründet, um einen neuen Klang in den Konzertsaal zu bringen, der Bekanntes mit Neuem verknüpft und so wieder spannend macht. Hierzu arrangieren die Musiker selbst und arbeiten mit namhaften Komponisten unserer Zeit zusammen. In seinem neuen Programm Goodbye Astor: „der letzte Tango von Mozart“ zeigen die drei Musiker, dass Vivaldis „Vier Jahreszeiten“ in Wirklichkeit von Astor Piazzolla inspiriert sind, dass Rossinis „Barbier von Sevilla“ nebenbei Ludwig van Beethoven die Haare geschnitten hat, und dass in Edvard Griegs „Halle des Bergkönigs“ Jazzkonzerte stattfanden„Goodbye Astor“ ist gleichzeitig eine Liebeserklärung an den Tango und eine Verbeugung vor der klassischen Musik.

Nun hoffe ich, dass Ihnen diese Saisonvorschau Lust gemacht hat, in die wunderschöne, akustisch so hervorragend für Kammermusik geeignete Kirche zu kommen.

Ich würde mich freuen, Sie bei einem der Konzerte persönlich kennenlernen zu dürfen.

 

Herzliche Grüße

Ihr Jan Ickert