Programm

J. HAYDN     Sonate Nr. 1 in F-Dur

(1732-1809)

  - Allegro moderato

  - Adagio e sostenuto

  - Tempo di Menuet

 

W. A. MOZART   Duo B-Dur KV 424

(1756-1791)

  - Adagio – Allegro

  - Andante cantabile

  - Andante grazioso: Thema mit Variationen

 

J. HAYDN     Sonate Nr. 5 in Es-Dur

  - Moderato

  - Adagio

  - Tempo di Menuet

 

W. A. MOZART   Duo in G-Dur KV 423

  - Allegro

  - Adagio

  - Rondeau, Allegro

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Stefan Hempel ist einer der vielseitigsten Geiger seiner Generation, er gewann als Solist zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben wie dem „Max Rostal- Violinwettbewerb, dem „Michael Hill International Violin Competition“ Neuseeland und dem Wettbewerb „Schubert und die Musik der Moderne“ in Graz. 

Seit 2009 ist Stefan Hempel Violinist des Morgenstern-Trios, eines der führenden Klaviertrios seiner Generation, und konzertiert sowohl auf den wichtigsten europäischen Bühnen als auch regelmäßig in den berühmtesten US- amerikanischen Sälen. 2017 ist das Trio, das auch Träger des renommierten „Kalichstein-Laredo-Robinson“-Award ist, auch erstmals in Südkorea und Taiwan aufgetreten. Zahlreiche Rundfunkmitschnitte, Portraits und CD- Produktionen beim DLF, Deutschlandradio Kultur, WDR 3 und des Bayerischen Rundfunks dokumentieren die Ausnahmestellung des Ensembles. 2015 wurde dem Morgenstern Trio der Förderpreis des Landes NRW verliehen.

Er spielte von 2001-2009 als Primarius des Chagall- Quartetts und gewann mit diesem Preise beim Deutschen Hochschulwettbewerb in Frankfurt/Main und dem Internationalen „Joseph-Joachim-Kammermusikwettbewerb“. Das Quartett ist außerdem Träger des Boris-Pergamenschikow-Preises für Kammermusik 2005.

Seine künstlerische Ausbildung genoss er u. a. bei Stephan Picard (Violine) und Eberhard Feltz (Kammermusik) an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler” Berlin. 

Nach Lehraufträgen (Assistenz bei Stephan Picard 2007-2009) und einer Professurvertretung an der Stuttgarter Musikhochschule (Vertretung von Kolja Lessing 2009) wurde Stefan Hempel 2010 als einer der jüngsten Professoren Deutschlands an die Hochschule für Musik und Theater Rostock berufen.

Stefan Hempel ist außerdem ein gefragter Gastkonzertmeister bei etlichen Kammerorchestern (Württembergisches Kammerorchester Heilbronn, Kammerakademie Neuss, Neues Mendelssohn Kammerorchester Leipzig, Ensemble Ruhr) und leitet diese häufig (ohne Dirigent) vom Konzertmeisterpult aus. 

Er gibt Meisterkurse in den verschiedensten Ländern, z. B. Frankreich, Italien, USA, Japan und China und ist inzwischen auch als Juror bei internationalen Musikwettbewerben gefragt.

Die Bratschistin Simone von Rahden (geb. Jandl) erhielt von Kindesalter an Klavier-, Gesangs- und Violinunterricht an der Städtischen Musikschule Mannheim. Im Alter von neun Jahren wechselte sie von der Geige zur Bratsche und sammelte erste Streichquartett- und Orchestererfahrungen. Ihr Violastudium absolvierte sie bei Prof. Wolfram Christ an der Musikhochschule Freiburg und bei Prof. Tabea Zimmermann an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, wo sie 2011 das Konzertexamen mit Auszeichnung ablegte.

Preise und Stipendien erhielt sie u.a. als Mitglied im Viktor-Ullmann-Quartett bei nationalen und internationalen Wettbewerben, von der Kulturstiftung Baden-Württemberg, der Deutschen Stiftung Musikleben und der Jütting-Stiftung Stendal. 2004 erhielt sie eine Förderung durch Claudio Abbado, der den ihm verliehenen Preis der Düsseldorfer Kythera-Stiftung an herausragende Nachwuchsmusiker weitergab.

Als Kammermusikerin bereiste Simone von Rahden neben vielen europäischen Ländern auch Japan, die USA und Israel, dabei musizierte sie mit Künstlern wie Martha Argerich, Sir András Schiff, Pierre-Laurent Aimard, Stephan Picard, Ilya Gringolts, Tabea Zimmermann, Antoine Tamestit, Julian Steckel, Christoph Richter, Clara Andrada de la Calle, Lorenzo Coppola, Alec Frank-Gemmill, dem Chagall Quartett, dem Amaryllis Quartett und dem Altenberg Trio. Zu ihren derzeitigen künstlerischen Partnern gehören Kristian Bezuidenhout, Isabelle Faust, Lorenza Borrani, Luise Buchberger und Yannick Rafalimanana. Außerdem spielt sie seit 2018 im Streichquintett „Spunicunifait“ und im „Quartetto Bernardini“ auf historischen Instrumenten.

Neben ihrer Mitgliedschaft im Chamber Orchestra of Europe seit 2009 und im Spira mirabilis Projekt war Simone von Rahden seit Gründung der Klangkörper durch Claudio Abbado im Lucerne Festival Orchestra und im Orchestra Mozart Bologna aktiv, 2008/2009 war sie außerdem Solobratschistin des Gran Teatre del Liceu Barcelona. Dieselbe Position nahm sie als Gast auch beim Philharmonia Orchestra London, bei der Kammerakademie Potsdam und bei der Kammerphilharmonie Bremen ein.

Seit einigen Jahren widmet sie sich verstärkt auch der historischen Aufführungspraxis, so spielt sie regelmäßig beim Dunedin Consort Edinburgh, bei Concerto Copenhagen, der Internationalen Bachakademie Stuttgart, dem Dresdner Festspielorchester und beim Orchestra of the Age of Enlightenment, wo sie 2016-2021 die Stelle der Solobratschistin besetzte.

Als Solistin mit Orchester trat Simone von Rahden mit der Philharmonie Baden-Baden, „El Teatre Instrumental“ Barcelona, der Philharmonie Südwestfalen, dem English Haydn Orchestra, der Hamburger Camerata, dem Swedish Chamber Orchestra, dem Orchestra of the Age of Enlightenment und dem WDR-Sinfonieorchester Köln auf.

Seit 2014 ist sie Lehrbeauftragte für Viola an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin, zusätzlich unterrichtet sie seit Oktober 2020 an der Hochschule für Musik und Theater Rostock.

2023 übernimmt Simone von Rahden die künstlerische Leitung der Kammerkonzertreihe im Kultursalon auf Schloss Kölzow im Landkreis Vorpommern-Rügen.