26. November 2016

19.00 Uhr


 

WEBERN-TRIO

Akemi Mercer-Niewöhner, Violine
Dirk Niewöhner, Viola
Ulrich Horn, Violoncello
 

Werke von Franz Schubert, Max Reger
und Ernst von Dohnanyi 

   


 

 

Franz Schubert          Trio in B D 581 Zweite Fassung

(1797 - 1828)                 Allegro moderato

                                       Andante

                                       Minuetto

                                       Rondo

 

Ernst von Dohnányi   Serenade für Streichtrio op. 10

(1877 - 1960)                 Allegro

                                       Romanza

                                       Scherzo

                                       Tema con variazioni

                                       Rondo

 

            *** Pause ***

 

Max Reger                 Streichtrio op 77b

(1873 -1916)                   Sostenuto/Allegro agitato 

                                        Larghetto 

                                        Scherzo

                                       Allegro con moto



   

 

Das Webern Trio Frankfurt wurde 2013 von drei Mitgliedern des hr-Sinfonieorchesters gegründet. Nach vielen Jahren gemeinsamer Kammermusik in verschiedenen Besetzungen beschlossen die drei vielfach ausgezeichneten Musiker, sich mit diesem Ensemble ganz dem Repertoire für die ausgefallene Besetzung "Streichtrio" zu widmen. Durch die Einzelbesetzung jedes Streichinstrumentes entsteht eine herausfordernde Mischung aus solistischem und kammermusikalischen Spiel. 

Mit Anton Webern wählte das Ensemble einen der wichtigsten Vertreter der Zweiten Wiener Schule als Namenspatron, der mit seinem Trio op. 20 eins der komplexesten Kammermusikwerke des 20. Jahrhunderts schuf. In der nahen Zukunft stehen einige spannende Konzertprojekte u.a. mit unbekannteren Werken jüdischer Komponisten des 20. Jahrhunderts bevor. 

Die gebürtige Kanadierin Akemi Mercer-Niewöhner erhielt entscheidende musikalische Impulse bei ihren Studien mit Mayumi Seiler in Toronto und Viktor Tretjakow in Köln. Als Solistin trat sie bereits mit mehreren Orchestern auf, wie zum Beispiel dem Toronto Symphony Orchestra und dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn. Sie gewann beim Canadian Music Competition einen Ersten Preis.

Die gefragte Kammermusikerin war zu Gast bei verschiedenen Festivals in Europa und Kanada, wie zum Beispiel dem Ottawa Chamberfest und dem Musikfestival Schloss Cappenberg. Akemi Mercer-Niewöhner tritt häufig mit Ihrer Schwester Rachel Mercer (Violoncello) sowohl als Solistin als auch im gemeinsamen Klaviertrio auf, mit dem sie kürzlich einen kompletten Haydn-Zyklus in Kanada aufführte. Als Gast-Konzertmeisterin führte sie das Orchester des »National Ballet of Canada«. 2005–2007 war sie Stipendiatin der Münchener Philharmoniker und Mitglied des UBS Verbier Festival Orchestra.

Akemi Mercer-Niewöhner ist seit 2008 Mitglied im hr-Sinfonieorchester, seit 2010 als Vorspielerin der 2. Violinen. Sie spielt auf einer Violine von Carlo Ferdinando Landolfi, Milan von 1758.


Dirk Niewöhner, in Wuppertal geboren, studierte zunächst Violine bei Ida Bieler, Miriam Fried und Rainer Kussmaul und anschließend Viola bei Wolfram Christ und Hariolf Schlichtig. Seine kammermusikalische Ausbildung erhielt er u.a. beim Alban-Berg-Quartett und beim Melos-Quartett. Als Mitglied des Signum-Quartetts war er Preisträger beim internationalen Charles Hennen-Concours (Niederlande) und beim Deutschen Musikwettbewerb. Außerdem war er als Kammermusiker zu Gast bei Festivals wie dem Rheingau-Musikfestival, dem Lucerne Festival oder dem Festival "Schloss Cappenberg" sowie in der Carnegie Hall in New York; zu seinen Kammermusikpartnern zählen u.a. Kolja Blacher, Renaud Capucon, Mirijam Contzen und Igor Levit.

Dirk Niewöhner ist ausserdem Mitglied des Tertis Viola Ensembles, bestehend aus vier Violen, mit dem eine CD entstand. Er trat solistisch mit verschiedenen Orchestern auf und wurde mit Preisen ausgezeichnet beim Konzertwettbewerb des Eastern Music Festivals / USA und der Deutschen Viola-Gesellschaft.  Nach Orchestererfahrungen bei den Berliner Philharmonikern und als Gründungs-mitglied des neuen Lucerne Festival Orchestra unter Claudio Abbado war er von 2003 bis 2010 als Bratscher bei den Münchner Philharmonikern engagiert. Er ist seit 2010 Vorspieler der Bratschen im hr-Sinfonieorchester.

Der in eine deutsche Musikerfamilie geborene Cellist Ulrich Horn studierte an der Hochschule für Musik 'Hans Eisler' bei Prof. Peter Vogler sowie im Rahmen der Karajan Akademie der Berliner Philharmoniker bei Ludwig Quandt und Georg Faust. Er war Mitglied des Mahler Jugendorchesters und gewann mehrere Preise, darunter 1. Preise bei dem Wettbewerb der Jungen Talente in Rostock und dem Johann-Sebastian Bach Wettbewerb in Leipzig.

Horn trat als Solist mit Orchestern in Asien und Europa auf, inklusive den Neubrandenburger Philharmonikern und dem Rundfunkorchester Leipzig in einer Fernseh-Liveübertragung. Als Solist und Kammermusiker spielte er in zahlreichen Auftritten in Festivals in Korea und Deutschland, unter anderem beim Schleswig-Holstein und Rheingau Musikfestival in bedeutenden Musikzentren wie der Berliner Philharmonie, dem Gewandhaus Leipzig und dem Art Center Seoul. Ulrich Horn war Solist in Richard Strauss' Don Quichotte unter Zubin Metha und spielte als Solocellist im Sydney Symphony Orchester und der Bayerischen Staatsoper.

Seit 2001 ist Horn Mitglied im hr-Sinfonieorchester Frankfurt. Im Oktober 2011 erschien eine CD mit den Suiten für Violoncello Solo von Max Reger bei Naxos. Er spielt auf einem Cello von Giovanni Gagliano, Neapel um 1800.