28. Februar 2015
19.00 Uhr


 

NORD-SÜDLICHER DIWAN

  
Kateryna Kasper, Sopran
   
Frankfurter Barockorchster "théâtre sans rideau":
Alexander von Heißen, Cembalo
Dmitry Khakhalin, Violine
Alex Sachs, Violine
Corina Golomoz, Viola
Johannes Kasper, Violoncello
Kit Scotney, Violone
    

Barocke Arien von A. Vivaldi, G. F. Händel,                             

H. Purcell, M. Locke u.a.

   


 

 

Henry Purcell Chacony in g-minor, Z. 730

(1659-1695)

 
    
Alessandro Scarlatti „Cieli, voi che ognor vedete“ Dormi pur“  
(1660-1725) aus: Gli equivoci nel sembiante (1679)
    
Johann Christoph Bach „Mein Freund ist mein“ (Ciaconna)
(1642-1703) aus: Hochzeitskantate „Meine Freundin, du bist schön
    
Georg Friedrich Händel La Lucrezia („O numi eterni“), HWV 145
(1685-1759) Kantate für Sopran und Basso Continuo
  Rezitativ: „O numi eterni“
  Arie: „Già superbo del mio affano“
  Rezitativ: „Ma voi forse nel Cielo“
  Arie: „Il suol che preme“
  Rezitativ: „Ah, che ancor nell' abisso“
  Arie: „Alla salma infedel“
  Rezitativ: „A voi, padre, consorte“
  Arioso: „Già nel seno comincia“
  Rezitativ: „Sento ch'il cor si scuote“
    
Henry Purcell „When I am laid“ (Dido's Lamento)
  aus: Dido and Aeneas, Z. 626
    
 

*** PAUSE  ***

    
Baldassare Galuppi Concerto à quattro Nr. 6, B-Dur
(1706-1785) I  Preludio: Adagio
  II Allegro spiritoso
  III Allemanda: Allegro
     
Georg Friedrich Händel „L’ingrato non amar“
  aus: Radamisto (Tigrane)
  „Vuol ch’io serva
  aus: Radamisto (Tigrane)
     
Agostino Steffani “Piu non v’ascondo”
(1654-1728) aus: Tassilone (Rotrude)
     
  ****************
     
Matthew Locke Curtain Tune
(1621-1677) aus: The Tempest
      
Allessandro Stradella “Deh, Deh! Che piu tardi… Queste lagrime e sospiri”
(1639-1682) aus: San Giovanni Battista
     
Antonio Vivaldi „Armatae face et anguibitus
(1678-1741) aus: Juditha Triumphans, RV 644
     
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John Dowland Lachrymae antiquae
(1563-1626) aus:  Lachrimae or Seaven Teares (1604)
     
Dominick Argento Six Elizabethan Songs (1958)
(*1927) Winter
  Spring
  Hymn
 


 

 

NORD-SÜDLICHER DIVAN

Musik aus England und Italien

 

In diesem Konzert erklingen berührende, schaurige und humorvolle Stücke aus Italien und England in neuem dramaturgischen Kontext. Vier Aspekte der Leidenschaft bilden dabei das Gerüst des Programms:

Umrahmt von ergreifenden Chaconnen über Liebe und Tod erklingen im ersten Teil die düsteren, von Rache, Hass und Zweifel getränkten Gedanken der vergewaltigten Lucretia (Händel), die als Sühne für sich, ihren Schänder und die Gesellschaft einzig den Selbstmord sieht.

Etwas optimistischer geht es im zweiten Block zu: Von der Lauterkeit seines Handelns überzeugt überredet der Liebende seine Angebetete den „Unhold“ (d.h. den Ehemann) besser nicht zu lieben und vermittelt sie stattdessen an seinen besten Freund – offenbar mit Erfolg wie sie hören werden.

Weniger erfolgreich, zumindest auf diplomatischem Wege ist Salome (Stradella), die, um Ihre krankhafte Leidenschaft zu stillen einzig die Enthauptung des Johannes sieht. – Das ruft die Rachefurien (Vivaldi) wieder auf den Plan.

Der letzte Teil bietet Zeit zum Reflektieren bei melancholischer Musik (Dowland) und humorvollen Gedichten (fantasievoll vertont 1958 von D. Argento) der Elisabethanischen Ära.

 

 

théâtre sans rideau

 

Das Frankfurter Originalklang-Ensemble théâtre sans rideau (dt. „Theater ohne Vorhang“) möchte die facettenreiche und expressive Musik des 17. und 18. Jahrhunderts so lebendig und unmittelbar wie möglich auf die Bühne bringen. Kurz nach seiner Gründung 2013 wurde das Ensemble mit dem Kammermusikpreis der Polytechnischen Gesellschaft Frankfurt ausgezeichnet. Die größtenteils an der Musikhochschule Frankfurt ausgebildeten Musiker um die Sopranistin Kateryna Kasper sind  Spezialisten im Bereich der historisch informierten Aufführungspraxis. Sie arbeiteten mit Musikern wie Ton Koopman, Andreas Scholl, Michael Schneider, Kristin von der Goltz, Petra Müllejans und Michael Hofstetter und spielen in Ensembles wie dem  Freiburger Barockorchester, L'Arte del mondo, La Staggione Frankfurt, Spira mirabilis, dem Neymeyer Consort und der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen.

 

 

Kateryna Kasper

 

Die ukrainische Sopranistin Kateryna Kasper ist seit Herbst 2014 Ensemblemitglied der Oper Frankfurt wo sie seit 2012 im Opernstudio war. Sie gastierte u.a. an der Los Angeles Opera, beim Edinburgh International Festival, bei den Händel-Festspielen Karlsruhe und bei den Telemannfesttagen Magdeburg. Ihre Ausbildung erhielt sie bei Edith Wiens und Hedwig Fassbender. Im August 2014 gewann sie den renommierten Internationalen Mirjam Helin Gesangswettbewerb.

 

 

Weitere Informationen unter:   www.katerynakasper.de