12. Januar 2013
19.00 Uhr


 

Soloabend

ISANG ENDERS, Violoncello

 

 
Johann Sebastian Bach Suiten für Violoncello solo
(1685-1750)
Suite No. 1 G-Dur Prélude
Allemande
Courante
Sarabande
Menuett I
Menuett II
Gigue
Suite No. 4 Es-Dur Prélude
Allemande
Courante
Sarabande
Menuett I
Menuett II
Gigue
Suite No. 2 d-Moll Prélude
Allemande
Courante
Sarabande
Menuett I
Menuett II
Gigue
Suite No. 6 D-Dur Prélude
Allemande
Courante
Sarabande
Menuett I
Menuett II
Gigue
 
 

Isang Enders

 

Erstmals eine breite Aufmerksamkeit erlangte Isang Enders, als er im Alter von 20 Jahren für die seit über einem Jahrzehnt unbesetzte Position des 1. Konzertmeisters der Violoncelli der Sächsischen Staatskapelle Dresden verpflichtet wurde.

Seither konnte er solistisch sowie als Kammermusikpartner mit Künstlern wie Christoph Eschenbach, Myung-Whun Chung, Michail Jurowski und Tzimon Barto, mit den Stuttgarter Philharmonikern und dem Schleswig-Holstein Festival Orchester, beim Rheingau Musik Festival, den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern oder auch beim Verbier Festival und dem Young Artists Festival in Davos auftreten.

1988 in Frankfurt am Main als Sohn einer deutsch-koreanischen Musikerfamilie geboren, wurde Isang Enders nach dem einige Jahre später verstorbenen Komponisten Yun Isang benannt. Seine musikalische Ausbildung wurde maßgeblich durch sein Studium in Frankfurt bei Michael Sanderling geprägt, ehe der junge Musiker auch bei Gustav Rivinius in Saarbrücken studierte. Von besonderer Bedeutung ist für ihn der lange und enge persönliche Kontakt zum amerikanischen Cellisten Lynn Harrell.

Neben diesen intensiven Studien besuchte Isang Enders eine Vielzahl von Meisterkursen und Akademien, in deren Rahmen er sich u.a. bei Seiji Ozawa, Truls Mørk, Janos Starker, Steven Isserlis, Natalia Gutman und Krzysztof Penderecki weiterbilden konnte.

Gefördert wurde Isang Enders durch diverse Kulturpreise und Stipendien, vor allem aber durch die Studienstiftung des Deutschen Volkes und der Deutschen Stiftung Musikleben, dessen Intrumentenfonds ihm seit langem ein Violoncello mit dem Zettel »Joseph Gagliano, Neapoli 1720«, eine treuhänderische Leihgabe aus Hamburger Familienbesitz, zur Verfügung stellt.

In diesen Tagen erschien Isang Enders erstes Album bei Berlin Classics unter dem Titel »Mit Myrten und Rosen« mit Werken von Schumann und Isang Yun. Darüber hinaus arbeitet er an einer Einspielung der Bach’schen Cellosuiten. In näherer Zukunft stehen, neben seinem Auftritt mit der Staatskapelle beim Dvorak-Festival in Prag und seinem Recital-Debüt in Korea, weitere nationale und internationale Gastspiele auf seinem Terminplan: beim Tongyeong International Music Festival zum Todestag von Yun Isang in dessen Geburtstadt, bei den Internationalen Schostakowitsch Tagen in Gohrisch mit Igor Levit und Mikhail Simonyan, auf dem Stalag VIIIa A-Gelände in Zgorzelec mit Messiaen’s »Quartett auf das Ende der Zeit« sowie beim Rheingau Musik Festival mit der Prague Philharmonia unter Jakub Hrůša.