Samstag, 03. Dezember 2011

19.00 Uhr


                       

Adventskonzert bei Kerzenschein

Leonard Schelb, Traversflöte
Sandra Sinsch, Barock-Oboe
Claudia Engelhard, Violine
Renate Mundi, Viola da gamba
Ricardo Magnus, Cembalo

  

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Georg Philipp Telemann (1681-1767)
Quartett G-Dur für Flöte, Oboe, Violine und Bc (Tafelmusik)

    Largo
    Vivace
    Moderato
    Grave
    Vivace

Johann David Heinichen (1683-1729)
Triosonate c-moll für Oboe, Violine und Bc
    Vivace
    Largo
    Presto

Johann Christian Schickhard (1680-1762)
Sonate V op.4 für Oboe oder Violine, Flöte, Viola da Gamba und Bc
    Adagio
    Vivace
    Adagio
    Allegro

*** Pause ***

Johann David Heinichen
Sonata a tre für Oboe, Viola da Gamba und Bc
    Affettuoso
    Adagio-Grave-Adagio
    Vivace

Johann Christian Schickhard
Sonate I op.4 für Oboe oder Violine, Flöte, Viola da Gamba und Bc
    Adagio
    Vivace
    Adagio
    Vivace

Johann Gottlieb Janitsch (1708-ca.1763)
Quadro G-Dur für Flöte, Oboe, Violine und Bc
    Adagio
    Allegro ma non tanto
    Vivace

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Sandra Sinsch (Oboe) stammt aus Saarbrücken und wurde bereits mit 14 Jahren Jungstudentin bei Prof. Winfried Liebermann an der Staatlichen Hochschule für Musik Mannheim, weitere Studien führten sie zu Thomas Rohde nach Hamburg. Unmittelbar nach dem Abitur wurde sie vom Staatsorchester Rheinische Philharmonie engagiert und war im Anschluss als Solo-Oboistin bei der Neuen Philharmonie Westfalen tätig. Der mangelnde kreative Spielraum in einem Kulturorchester führte bald zur Korrektur des künstlerischen Profils und der ausschließlichen Hinwendung zur historischen Aufführungspraxis. Sie studierte historische Oboen bei Carole Wiesmann (Schola cantorum Basiliensis) und Ann-Kathrin Brüggemann (Conservatoire Strasbourg und Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen). Weitere wertvolle Impulse erhielt sie am Centre européen de recherche et de pratique musicale de l'Abbaye aux Dames in Saintes, wo sie im Jeune Orchestre Atlantique als Solo-Oboistin unter Philippe Herreweghe musizierte.

Als Oboistin auf barockem und klassischem Instrumentarium spielte sie unter anderem mit Ensembles wie Das Neue Orchester, Le Concert Lorrain, L‘arte del mondo und vielen anderen zusammen. Mit dem Pera Ensemble, das historische Musik aus Europa und dem osmanischen Reich verknüpft, gastiert sie in bedeutenden Konzertsälen wie der Berliner und Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Dortmund, dem CRR Istanbul und Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, Fränkischer Sommer, Klangvokal Dortmund, Internationale Händelfestspiele Halle.

Tonträger liegen bei Deutsche Harmonia Mundi und Berlin Classics vor.

Sandra Sinsch war Stipendiatin der Studienstiftung des Deutschen Volkes und Förderpreis-trägerin im Alte-Musik-Wettbewerb des Saarländischen Rundfunks. In ihrer saarländischen Heimat leitet sie mit Concertare eine Konzertreihe für Alte Musik. Darüber hinaus konzi-piert sie Konzertformate für junge Zuhörer und Familien, z.B. das musikalische Märchen „Kaffee für den König“ für die Kölner Philharmonie (auch bei Lolas Word Records auf CD) oder das deutsch-türkische Familienkonzert „Die Spur des Mondes“ für die Hannoversche Gesellschaft für Neue Musik. Daneben arbeitet sie als freie Journalistin im Kulturbereich, vor allem für das Magazin „Das Orchester“. Sie lebt in Istanbul, wo sie an der ITÜ historische Aufführungspraxis, Kammermusik und Barockoboe unterrichtet.

Renate Mundi (Viola da Gamba) studierte zunächst Instrumentalpädagogik und Violoncello an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt bei Prof. Susanne Müller-Hornbach. 2005 begann sie dort ihr Studium für Viola da Gamba und im Nebenfach Barockcello bei Prof. Rainer Zipperling. Ab 2009 setzte sie ihre Studien bei Hille Perl (Viola da Gamba) und Kristin von der Goltz (Barockcello) fort. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie von Christian Zincke, bei dem sie ihren ersten Gambenunterricht erhielt und auf Meisterkursen u.a. bei Vittorio Ghielmi, Lorenz Duftschmid, Wieland Kuijken und Unterricht bei Philippe Pierlot.

Renate Mundi konzertiert mit renommierten Ensembles und Orchestern wie etwa dem Johann Rosenmüller-Ensemble oder dem Main Barockorchester und ist Mitglied des Barockorchesters Armonia dell‘ Arcadia Bamberg. Sie arbeitete mit Spezialisten für Alte Musik wie Gabriel Garrido und Michael Schneider zusammen und trat an wichtigen Konzertstätten im In- und Ausland wie etwa dem Rheingau Musik Festival oder der Alten Oper Frankfurt auf. Mitwirkung an Rundfunkproduktionen des SR, HR und SWR.

Claudia Engelhard (Barockvioline) entwickelte schon während Ihres Studiums eine intensive Konzertkarriere. Ihre technische und künstlerische Basis erhielt sie bei Max und Anne Speermann in Violine und Kammermusik an der Musikhochschule Würzburg. Anschließend studierte sie in Nürnberg moderne Violine bei Valerie Rubin und Barockvioline bei Anne Röhrig. Ergänzend besuchte sie Meisterkurse bei Sören Uhde und Gottfried von der Goltz. Weitere künstlerische Anregungen erhielt sie von Jörg Straube, Karl Kaiser und Michael Schneider.

Claudia Engelhard spielte mit dem Barockensemble Los Nueve (Preisträger im Wettbewerb des Nürnberger Mozartvereins) und ist Mitglied des Barockorchesters Armonia dell'Arcadia. Mit den deutschlandweiten Auftritten ihrer Tangoformation Sentimentango widmet sie sich auch der neueren argentinischen Tanzmusik.

Derzeit studiert Claudia Engelhard an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt Historische Interpretationspraxis bei Petra Müllejans.

Ricardo Magnus (Cembalo) stammt aus Argentinien und kam 1999 nach Deutschland, um bei Robert Hill in Freiburg zu studieren. Nachdem er den Carl-Seeman-Preis der Musik-hochschule Freiburg gewonnen hatte, startete er eine rege Konzerttätigkeit als Solist und Continuospieler. Resonanzreiche und farbfrohe Anschlagskultur sowie gestalterische Fanta-sie und Flexibilität zeichnen sein Spiel aus. Diese Eigenschaften werden von Kammermusikpartnern wie Dorothee Oberlinger, Maurice Steger, Ekkehard Weber, Petra Müllejans u.a. geschätzt. Auch als Fortepiano und Clavichordspieler ist Magnus tätig. Darüber hinaus gründete er die Konzertreihe „Tasto Solo“, eine für historische Tasteninstrumente konzipierte Konzertreihe. Ricardo Magnus nahm 2009 die Cd „Miniaturen“ sowie eine weitere Solo-Cd mit Werken von Jacques Duphly auf, welche voraussichtlich im Herbst 2011 erscheinen werden. Er gewann den „Händelpreis-Göttingen 2009“ zusammen mit dem Ensemble „Cleora‘s Muse“ und ist seit Oktober 2010 Assistent von Reinhard Goebel am Mozarteum in Salzburg.

Leonard Schelb (Traversflöte) studierte an der Hochschule für Musik Freiburg i. Br. bei Prof. Agnes Dorwarth sowie Michael Form Blockflöte. Das Studium schloss er 2008 ab. Während des Studiums lernte er dort das Spiel auf der Traversflöte bei Prof. Karl Kaiser kennen. Bei ihm und bei Prof. Michael Schneider setzte er seine Studien mit Hauptfach Traversflöte und Blockflöte, an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt a.M. fort. Zurzeit studiert er an der Schola Cantorum Basiliensis das Fach Traversflöte bei Prof. Marc Hantaï. Konzerte mit bedeutenden Ensembles und Orchestern z. B. mit La Stagione Frankfurt (unter Michael Schneider), Hofkapelle Stuttgart (unter Frieder Bernius), Budapest Festival Orchester (unter Reinhard Goebel), Main-Barock-Orchester, L'arpa festante und Schirokko Ensemble Hamburg führten ihn durch ganz Deutschland und Europa sowie Syrien. Mit dem Ensemble Voyage en BLOCK gewann Leonard Schelb den Sonderpreis für Alte Musik der Fritz-Neumeyer-Akademie sowie den Jury- und Publikumspreis beim Wettbewerb „International Young Artist’s Presentation Antwerpen“. Leonard Schelb wirkte bei Rundfunkproduktionen beim SWR, SR, Deutschland-Radio und ORF mit und lehrt an der HfMDK Frankfurt das Fach Renaissance-Traversflöte.