Samstag, 08. März 2008
19.00 Uhr


                       

KONZERT IV

«Oh Welt, ich muss dich lassen»

Franz Vitzthum, Kontratenor

 

Evelyn Laib, Orgel

Gambenconsort „Les Escapades“

Franziska Finckh

Sabine Kreutzberger

Barbara Pfeifer

Adina Scheyhing

 

  

  
Programm  
    

Johann Sebastiani

Oh Welt, ich muss dich lassen

(1622-1683)

Choral

Johann Rudolph Ahle

Jubilus S. Bernardi: Jesu dulcis memoria

(1625-1673)

David Funck

Stricturae Viola di Gambicae, 1677

1630-1690)

Suite für vier Bassgamben

 

Heinrich Bach

Ach, dass ich Wassers gnug hätte

(1615-1692)

Christian Geist

Vater unser, der du bist im Himmel

(ca.1640-1711)

 

 

* * * 

Pause * * *

 

 

Matthias Weckmann

Toccata in d

(1619-1674)

Dietrich Buxtehude

Klag- Lied

(ca.1637-1707)

Marc’Antonio Ziani

Sinfonia

(1613-1715)

Grave – Fuga: Largo Spiccato

Alma Redemptoris Mater

Largo – Allegro -  Largo

Giovanni Legrenzi

Sonata Sesta

(1626-1690)

Johann Sebastiani

Herr, meinen Geist

(1622-1683)

Choral

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Franz Vitzthum erhielt seine erste stimmliche und musikalische Ausbildung bei den Regensburger Domspatzen. Im Januar 2007 schloss er sein Gesangsstudium bei Kai Wessel an der Hochschule für Musik in Köln mit Auszeichnung ab. Derzeit wird er stimmlich von Stefan Haselhoff (Basel) betreut. 1997 wurde er 1. Preisträger beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert". 1999 erhielt er das Julius-F. –Neumüller-Stipendium der Stadt Regensburg, 2003 den 1.Tostmannpreis der Austria Barock Akademie. Einladungen von führenden Vokalensembles wie “Singer Pur”, “Weser Renaissance” (Manfred Cordes), “Gesualdo Consort Amsterdam” (Harry van der Kamp) oder “Cantus Cölln” (Konrad Junghänel) sind Bestandteile seines musikalischen Werdegangs ebenso wie die solistische Zusammenarbeit mit Dirigenten wie   Christoph Poppen, Peter Neumann oder Nicholas Mc Gegan. Seine Mitwirkung bei internationalen Festivals wie den Händelfestspielen in Göttingen, dem Kultursommer Rheinland-Pfalz, Resonanzen (Wien), Oude Muziek Festival Utrecht, “La Folle Journée Nantes”  und mit Orchestern wie dem „Kammerorchester Basel Barock“ und „The English Concert“ sicherte ihm bereits internationale Beachtung. 2003 übernahm Franz Vitzthum an der Theaterakademie des Prinzregententheaters in München die Rolle des Teufels in der Oper „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“ von Detlev Glanert. Im Juli 2005 gab er bei den Opernfestspielen Heidenheim sein Debut als Orfeo in der Oper „Orfeo ed Euridice“ von Ch.W. Gluck. Für 2007 sind CD-Aufnahmen mit dem norwegischen Ensemble Bergen Barokk (Gesamteinspielung „Harmonischer Gottesdienst“ von G.P. Telemann) und Konzerte beim Rheingau Musikfestival, dem MDR-Musiksommer so wie in England, Schweden und den USA geplant.
Evelyn Laib studierte Cembalo und Generalbass bei Jon Laukvik in Stuttgart, bei Lars Ulrik Mortensen in München sowie ab 2001 an der Schola Cantorum Basiliensis bei Jesper Christensen und Andrea Marcon. Wichtige Impulse, auch für das Spiel auf Clavichord und Hammerflügel, erhielt sie zudem von Alfred Gross, Dirk Börner und Ottavio Dantone. Als Solistin und Kammermusikerin tritt sie europaweit auf, so zum Beispiel bei den Innsbrucker Festwochen für Alte Musik, dem Festival de Música Antigua in Barcelona, den Münchner Residenzkonzerten, dem Van-Flaanderen-Festival, der City Music Society London, im Mauritshuis/Den Haag. Evelyn Laib ist mit ihren Ensembles Preisträgerin zahlreicher Kammermusik-Wettbewerbe, unter anderem des „Van-Wassenaer-Concours“ 2004 in Den Haag/NL und des „Early Music Network Young Artists’ Competition“ 2005 in York/GB. Seit 2002 ist sie Lehrbeauftragte am Institut für Alte Musik der Musikhochschule Trossingen.

Seit seiner Gründung im Jahr 2000 sorgte das Gambenconsort „Les Escapades“ immer wieder für Abwechslung im gängigen Kulturbetrieb.
Dem Begriff „Escapade“ entspricht das Wort „Seitensprung“ - das Verlassen eingefahrener Wege und Gewohnheiten.
So fanden die bisherigen Programme „Berührungen“; (Gambenmusik und Ausdruckstanz) sowie „Strings and Drums“(Gambenmusik mit Percussion) bereits begeisterte Publikumsresonanz.
Im Jahr 2002 waren „Les Escapades“ unter anderem bei den Tagen Alter Musik in Herne zu Gast und der Bayerische Rundfunk sendete eine Reportage über das Ensemble.
2003 war das Ensemble u.a. bei den Kirchenmusiktagen in Nürnberg zu hören.
Im Jahr 2004 folgten einem Auftritt in der Schweiz eine Produktion mit dem Südwestrundfunk SWR und ein Konzertbeitrag zu den europäischen Glockentagen. Im Jahr 2005 folgen mehrere Ensembleverpflichtungen, eine weitere Produktion mit dem SWR, ein Auftritt im Rahmen des „Hohenloher Kultursommers“ (Spanisches Programm) sowie eine Einladung zu den Internationalen Glockentagen nach St. Florian bei Linz/Österreich. 2006 reisten „Les Escapades“ zu einem Projekt der Zürcher und Berner Kantorei unter Leitung von Johannes Günther in die Schweiz. Das spanische Programm „El Siglo d’Oro“ wurde im Rahmen der Sigmaringer Schlosskonzerte am 18. Juni 2006 vom SWR live aufgezeichnet und am 14. Oktober gesendet. 2007 war das Gambenconsort u.a. in Hirsau und Nürnberg zu hören, sowie in der Aufführung des Kantatenzyklus „Membra Jesu nostri“ von Buxtehude in Karlsruhe/St. Stephan unter Leitung von Patrick Fritz- Benzing.
2008 werden „Les Escapades“ beim Eröffnungskonzert zum Jubiläum „750 Jahre Hosanna-Glocke“ in Freiburg auftreten.
 
Weitere Termine für das Jahr 2008 finden Sie auf unserer Homepage www.escapades.de.
Franziska Finckh
studierte Viola da Gamba bei Pere Ros an der Staatlichen Hochschule für Musik in Karlsruhe und schloss ihr Diplom mit Auszeichnung ab. An der Schola Cantorum Basiliensis in Basel setzte sie ihre Studien bei Paolo Pandolfo, Anthony Rooley und Christophe Coin (Violoncello) fort und erwarb 2000 das Solistendiplom. Meisterkurse bei Wieland Kuijken, Sarah Cunningham, Philippe Pierlot und Charles Medlam rundeten ihre Ausbildung ab. Beim Wettbewerb des Kulturkreises (BDI) erhielt sie 1999 den Förderpreis für Viola da Gamba. Als Continuo-Spielerin und Solistin konzertiert sie in ganz Europa; dabei wirkt sie in zahlreichen Ensembles mit, u.a. Trio Voccord, Gli Scarlattisti, L’Arpa Festante, La Cetra Barockorchester Basel (Jordi Savall und Attilo Cremonesi) und Theater Basel (René Jacobs). Im Jahr 2003 war sie Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg.
 
Sabine Kreutzberger
studierte Viola da Gamba bei Pere Ros an der Staatl. Musikhochschule Karlsruhe und am Königl. Konservatorium bei Wieland Kuijken (Den Haag). Meisterkurse u.a. bei Ariane Maurette und José Vasquez folgten. Der Schwerpunkt ihrer musikalischen Arbeit wurde das Ensemblespiel in verschiedenen renommierten Formationen wie ecco la musica (Musik des 17. Jh.), Syntagma, Music for a While, dem Ensemble für Musik des späten Mittelalters EST und dem Gambenconsort Les Escapades. Sie wirkte bei zahlreichen Rundfunk- und CD- Einspielungen mit. Als Lehrbeauftragte für Continuospiel unterrichtet sie an der Musikhochschule Karlsruhe.
 
Barbara Pfeifer
verwirklichte ihren Traum Gambe zu spielen nach abgeschlossenem Studium an der Musikhochschule Köln/Abt. Wuppertal (Blockflöte, Musikerziehung) bei Prof. Heiner Spicker. Wertvolle musikalische Anregungen erhielt sie in ihrem Unterricht bei Ekkehard Weber sowie durch Meisterkurse bei Wieland Kuijken. Ein zweijähriges Gambenstudium bei Prof. Philippe Pierlot an der Musikhochschule Trossingen ergänzte ihre Ausbildung. Neben ihrer musikpädagogischen Arbeit ist sie mit verschiedenen Ensembles, unter anderem mit dem Gambenconsort „Les Escapades“, mit „Ensemble d’Accord“ und dem „Quantz Collegium“ kammermusikalisch tätig.
 
Adina Scheyhing
studierte Viola da gamba bei Pere Ros an der Musikhochschule Karlsruhe, wo sie 1990 mit dem Diplom abschloss. Es folgte ein Aufbaustudium am Königlichen Konservatorium in Den Haag bei Wieland Kuijken. Als versierte Continuospielerin und Solistin konzertierte sie bei zahlreichen Festivals, z.B. dem “Rheingau-Festival”, den “Kasseler Musiktagen” und dem “Utrecht-Festival”. Sie trat in fast allen Ländern Europas u.a. mit “The Duke his Viols” (Gambenconsort), “His Majesties Musicke” (London), “The Beggar’s Banquet” (Amsterdam), “Musica Poetica” (Freiburg) und als Violonespielerin in verschiedenen Barockorchestern auf. Sie wirkte bei zahlreichen Rundfunk und CD-Einspielungen mit.