Grußwort Prof. Buchberger


Konzertsaison 2012/2013


Zur neuen Konzertsaison in der Karbener St.-Michaelis-Kirche möchte ich Sie wiederum ganz herzlich einladen!

„Cielo e terra“: Die international renommierten Sänger und Musiker des Ensembles „Teatro del mondo“ machen sich im ersten Konzert unserer diesjährigen Konzertreihe auf die Reise, von der Erde zu den Sternen, vom Paradies zu irdischen Freuden. Man träumt sich mit Severin Cornets „Parmi di star“ in den Himmel, beweint mit Orlando Gibbons in „Drop, drop, slow tears“ die eigene Begrenztheit; ermutigt durch Adriano Banchieris „Confitemini deo“ freut man sich mit Johann Steuerleins „Mit Lieb bin ich umfangen“ des Lebens, bewundert in Giovanni Maria Naninos „ Artifex mirus“ die Schönheit der Natur, ehe man dann doch wie John Dowland in seinem „Now, o now I needs must part“ Abschied nehmen muss. Die Grenzen zwischen weltlich und geistlich, zwischen ernsten und heiteren Inhalten verschwimmen in diesem, unserem ersten Konzert.

Nach ihrem großen Erfolg vor zwei Jahren habe ich erneut das „Maljo-Trio“ eingeladen, zu einem weihnachtlich geprägten Konzert mit Orgel- und Paukenbegleitung, bei dem u. a. eine Bearbeitung einiger Sätze aus Johann Sebastian Bachs Weihnachtsoratorium erklingen wird. Inzwischen hat das Ensemble sich u. a. durch die Finalteilnahme beim YAMAHA trumpetCONTEST in Hamburg und durch sein Debut beim Rheingau Musikfestival noch weiter als ein hervorragendes Ensemble qualifizieren können.

Ein noch junger, aber von seiner Position her nicht mehr zum Nachwuchs zählender Künstler ist Isang Enders, der als Jungstudierender der Frankfurter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bereits in unserer Konzertreihe aufgetreten ist. Er zählt als Solocellist der Dresdner Staatskapelle, einem der zweifellos prominentesten deutschen Orchester, inzwischen schon zu den führenden Vertretern seines Faches! Isang Enders ist gerade dabei, die sechs Bach’schen Solosuiten einzuspielen, drei davon stehen im Januar auf dem Programm unseres dritten Konzertes.

Das Violoncello – allerdings in seiner historischen Spielart – steht auch im Mittelpunkt des Februar-Konzertes: Luise Buchberger, inzwischen als namhafte Vertreterin der Barockcello-Szene international unterwegs, gestaltet ein Programm, das Werke aus Italien, Frankreich und Deutschland zu einem farbigen Kaleidoskop früh- und hochbarocker Musik verbindet. Sie wird begleitet von zwei Künstlern, die bereits mehrfach in unserer Konzertreihe zu hören waren: Andreas Küppers leitet das erste Konzert dieser Saison und war auch schon als Leiter und Cembalist des Ensembles „In Paradiso“ bei uns zu Gast. Marie Deller verfügt über eine bemerkenswerte Doppelbegabung: Im Duo mit Sabine Ambos hat sie uns vor einigen Jahren als Blockflötistin begeistert.

Im letzten Konzert geht es um Georg Philipp Telemann und den „style francais“: Das Ensemble Lamartine spielt ein reizvolles Programm, das den Komponisten Telemann (den die große Öffentlichkeit zu Unrecht zu den Kleinmeistern zählt, der aber zu seiner Zeit und – besonders in Fachkreisen – auch heute wieder höchste Wertschätzung genießen kann) in Bezug setzt zu französischen Meistern des Hochbarock. Im Mittelpunkt steht die Traversflöte mit ihrem zarten, sensiblen Klang.

Die Mitglieder des Förderkreises „Musik in der Kirche“ und ich würden uns freuen, wenn unser Konzertangebot wie in den vergangenen Jahren auch in der kommenden Saison auf ein lebhaftes Interesse treffen würde!

Ich freue mich, Sie im Konzert zu sehen,

Ihr Hubert Buchberger